Wände versetzen – Moving walls

Sonnenbad wieder geöffnet - Foto: www.studiohuger.at

Ein Thema, das uns bei der Sanierung der Villa Beer auch begleitet, ist die Notwendigkeit von großen Veränderungen an manchen Stellen im Haus, damit am Ende alles so wird, wie es einmal war.

Mehr als ursprünglich angenommen wurde im Laufe der Jahrzehnte durch die Bewohner:innen verändert. Um das Haus an die jeweiligen Wohnbedürfnisse anzupassen, wurden Fenster hinzugefügt, Wände entfernt und beim Wiederaufbau versetzt, neue Wände aufgestellt und Durchgänge ergänzt. Vieles davon war offensichtlich, manches haben wir erst im Zuge der Vorarbeiten entdeckt.

Im Winter wurde die Zeit nun genutzt und alle „falschen“ Fenster, Türen und Durchgänge wurden zugemauert und fehlende Wandstücke und Wände ergänzt. Aber es wurden auch Wände entfernt, wie zum Beispiel im Dachgeschoß bei der Sonnenbad-Terrasse. Sehr speziell war die Wand zwischen Bibliothek und Musiksalon. Diese wurde in den 1950er Jahren abgebaut, um einen größeren Raum zu schaffen. Später wurde versucht die ursprüngliche Situation wieder herzustellen, allerdings wurde die Wand an der falschen Stelle errichtet. Es war lediglich eine Abweichung um einige Zentimeter, hatte aber dennoch Auswirkung auf die Raumwirkung und die Symmetrie, abgesehen davon, dass die alten Steckdosen und der Fußbodenverlauf nicht mehr passten. Zudem war das verwendete Material von eher schlechter Qualität. Dies alles erleichterte uns die Entscheidung, die nachgebaute Wand zu entfernen und an der ursprünglichen Stelle neu zu errichten.

Nach Fertigstellung dieser Arbeiten bemerkt man trotz der Baustelle, wie sehr sich die Struktur des Hauses dadurch verändert und sich der ursprünglichen Idee annähert.

For the English version, please scroll down.

Moving Malls

One topic that has also come up during the renovation of Villa Beer is the need for major changes in certain areas of the house so that, in the end, everything will be just as it once was.

Over the decades, the residents made more changes than we had originally anticipated. To adapt the house to their needs, windows were added, walls were removed and repositioned during reconstruction, new walls were erected, and passageways were added. Much of this was obvious, but some changes we only discovered during the preliminary work.

During the winter, the time was put to good use: all the “incorrect” windows, doors, and passageways were bricked up, and missing wall sections and walls were added. But walls were also removed, such as in the attic near the sunbathing terrace. The wall between the library and the music salon was particularly noteworthy. It was taken down in the 1950s to create a larger space. Later, an attempt was made to restore the original layout, but the wall was rebuilt in the wrong place. It was only a deviation of a few centimeters, but it still affected the room’s ambiance and symmetry—not to mention that the old electrical outlets and the floor layout no longer matched. Furthermore, the material used was of rather poor quality. All of this made it easier for us to decide to remove the reconstructed wall and rebuild it in its original location.

Now that this work is complete, even with the construction site still in place, you can see how much the structure of the house has changed as a result and how it now more closely resembles the original vision.

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