Bei einigen Bauteilen gibt es selbst nach der restauratorischen Untersuchung noch offene Fragen. Auch bei den Fensterbretten war dies der Fall. Im Inneren wissen wir sehr genau, wie sie ursprünglich ausgesehen haben, denn sie sind zum Glück erhalten. Aber im Außenbereich? Hier gab es wenige Anhaltspunkte, da die originalen Stücke schon lange ausgetauscht wurden. Obwohl es manche Hinweise gab, war auf den alten Fotos nicht eindeutig zu erkennen, ob alle Fensterbänke gleich gestaltet waren. Einzig beim großen runden Fenster war das Original auch außen noch vorhanden und zwar aus Kunststein – aber war das auch das Material bei den anderen Fenstern?
Nun konnten wir das Rätsel lösen! Beim Entfernen des später aufgebrachten Verputzes sind Spuren aufgetaucht, die uns eindeutig zeigen, dass es Fensterbänke aus Blech waren, aber nicht aus verzinktem Blech oder Zinkblech wie oft üblich, sondern aus Kupferblech, das damals auch eingesetzt wurde. Ein bisschen hat es uns gewundert, da sich Kupfer mit der Zeit bekanntlich grün verfärbt. Dieser Farbakzent wird dem Haus ein anderes Erscheinungsbild geben.
Unser Spengler, die Firma Köck, hat nun gemeinsam mit CP architektur die Details für diese Fensterbänke ausgearbeitet, damit sie optisch dem Original nahekommen und von der Wasserführung hoffentlich sicherer sind als die Ausführung von 1930. Nun werden alle Fensterbleche in Kupfer ausgeführt – jedes wird einzeln gebogen und maßgeschneidert angepasst. Auch die Abdeckung der Attikamauer wird aus diesem Material gefertigt. Die Oberflächenbehandlung überlassen wir unserem Metallspezialisten, der Firma Steiner. Herr Steiner schafft es dem Blech eine Patina zu verleihen, wodurch es nicht zu kupferfarben blitzt.
Jetzt wo es langsam wärmer wird, kann Schritt für Schritt mit den Arbeiten an der Fassade begonnen werden und im Zuge dessen werden auch die Fensterbleche eingesetzt. Wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis.






