Fensterbretter – Window sills

Foto: Julius Scherb 1930

Bei einigen Bauteilen gibt es selbst nach der restauratorischen Untersuchung noch offene Fragen. Auch bei den Fensterbrettern war dies der Fall. Im Inneren wissen wir sehr genau, wie sie ursprünglich ausgesehen haben, denn sie sind zum Glück erhalten. Aber im Außenbereich? Hier gab es wenige Anhaltspunkte, da die originalen Stücke schon lange ausgetauscht wurden. Obwohl es manche Hinweise gab, war auf den alten Fotos nicht eindeutig zu erkennen, ob alle Fensterbänke gleich gestaltet waren. Einzig beim großen runden Fenster war das Original auch außen noch vorhanden und zwar aus Kunststein – aber war das auch das Material bei den anderen Fenstern?

Nun konnten wir das Rätsel lösen! Beim Entfernen des später aufgebrachten Verputzes sind Spuren aufgetaucht, die uns eindeutig zeigen, dass es Fensterbänke aus Blech waren, aber nicht aus verzinktem Blech oder Zinkblech wie oft üblich, sondern aus Kupferblech, das damals auch eingesetzt wurde. Ein bisschen hat es uns gewundert, da sich Kupfer mit der Zeit bekanntlich grün verfärbt. Dieser Farbakzent wird dem Haus ein anderes Erscheinungsbild geben.

Unser Spengler, die Firma Köck, hat nun gemeinsam mit CP architektur die Details für diese Fensterbänke ausgearbeitet, damit sie optisch dem Original nahekommen und von der Wasserführung hoffentlich sicherer sind als die Ausführung von 1930. Nun werden alle Fensterbleche in Kupfer ausgeführt – jedes wird einzeln gebogen und maßgeschneidert angepasst. Auch die Abdeckung der Attikamauer wird aus diesem Material gefertigt. Die Oberflächenbehandlung überlassen wir unserem Metallspezialisten, der Firma Steiner. Herr Steiner schafft es dem Blech eine Patina zu verleihen, wodurch es nicht zu kupferfarben blitzt.

Jetzt wo es langsam wärmer wird, kann Schritt für Schritt mit den Arbeiten an der Fassade begonnen werden und im Zuge dessen werden auch die Fensterbleche eingesetzt. Wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis.

For the English version, please scroll down.

Window sills

For some building components, questions remain even after the restoration survey. This was also the case with the window sills. Inside, we know exactly what they originally looked like, since they have fortunately been preserved. But what about the exterior? There were few clues here, since the original pieces had long since been replaced. Although there were some hints, it wasn’t clear from the old photos whether all the window sills were designed the same way. Only in the case of the large round window was the original still present on the outside—made of artificial stone—but was that also the material used for the other windows?

Now we’ve solved the mystery! When we removed the plaster that had been applied later, traces emerged that clearly show us that the window sills were made of sheet metal—but not galvanized sheet metal or zinc sheet metal, as is often the case, but rather copper sheet metal, which was also used back then. We were a little surprised by this, since copper is known to turn green over time. This splash of color will give the house a different look.

Our sheet metal worker, Köck, has now worked out the details for these window sills in collaboration with CP architektur, so that they closely resemble the originals in appearance and, hopefully, provide safer water drainage than the 1930 version. Now all the window sills will be made of copper—each one is individually bent and custom-fitted. The covering for the attic wall will also be made from this material. We’re leaving the surface treatment to our metal specialist, the firm Steiner. Mr. Steiner manages to give the sheet metal a patina, which prevents it from gleaming too brightly with a coppery sheen.

Now that it’s slowly getting warmer, work on the facade can begin step by step, and the window panels will be installed as part of that process. We’re very excited to see the result.

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